Agrarpolitik

Vote down!

Punkte: -2

You voted ‘down’

lauchstaedt_1553_16zu9.jpg

Forscherin mit Pflanzen in der Hand auf Acker mit Traktor im Hintergrund
Foto: A. Künzelmann/UFZ

Landnutzungswandel und nicht-nachhaltige landwirtschaftliche Nutzungsformen sind die wichtigsten Triebkräfte beim Verlust der biologischen Vielfalt weltweit. So führt die Förderung von Großbetrieben und einer Landwirtschaft mit industriellen Maßstäben und Zielsetzungen zu einer strukturellen Verarmung an potentiellen Lebensräumen für Flora und Fauna auf allen Skalen; vom Bodenorganismus, Insekten bis zur Vogel- und Säugetierartenvielfalt. Im Hinblick auf den massiven Bestäuberrückgang vor allem in den westlichen Industriestaaten empfielt der Weltbiodiversitätsrat IPBES als Instrument zur Gegensteuerung die Förderung kleinstruktureller Landwirtschaft, die statt einer Ertragsmaximierung die Erhaltung vieler Ökosystemleistungen im Sinne des Allgemeinwohls im Blick hat. Der Vorsatz der jüngsten Zielsetzungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) zielt in eine ähnliche Richtung. Um hier allerdings echte Verbesserungen für die biologische Vielfalt zu erringen, bedarf es einer stärkeren Orientierung der Agrarumweltmaßnahmen (AUM) an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Diese haben wir im Rahmen des laufenden Nefo-Projektes in verschiedenen Produkten zusammengetragen und verfolgen die politische Debatte auf globaler und EU-Ebene kontinuierlich.