Welche Schnittstellen gibt es?

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Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft können vielfältige Formen annehmen. Die folgende Grafik ermöglicht eine grobe Kategorisierung:

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Typologie verschiedener Formen von Wissenschafts-Politik-Schnittstellen (SPIRAL-Projekt)
Typologie verschiedener Formen von Wissenschafts-Politik-Schnittstellen (SPIRAL-Projekt)
SPIRAL Project (J.Timaeus und C.Neßhöver, UFZ)

Interessengruppen, hierzu zählen auch wissenschaftliche Gesellschaften, werden häufig von sich aus Schnittstellenaktivitäten aufbauen. Als Beispiel sei hier die Britisch Ecological Society genannt, die sich mit einer eigene Science-Policy Unit an Debatten beteiligt. Ebenso wird zunehmend von Forschungsprojekten verlangt, gerade auf EU-Ebene, an der Schnittstelle zu agieren, etwa durch Einrichtung entsprechender Beiräte für das Projekt und entsprechende Projektprodukte (wie beispielsweise Policy Briefs).

Die sichtbarste und vielleicht auch häufigste Kategorie von Schnittstellen sind Expertengremien, -Beiräte oder -Panels, die mit oder ohne politischem Mandat Themen aufarbeiten und Empfehlungen abgeben - Beispiele für mandatierte Gremien sind hier der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung oder auch auf internationaler Ebene IPBES. Nicht zuletzt spielen staatliche Institutionen eine entsprechende Rolle, sei es auf Bundes- oder Landesebene (etwa das Bundesamt für Naturschutz) oder auf europäischer Ebene (etwa die Europäische Umweltagentur EEA).