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Daten und Infrastruktur

Auf dieser Seite sind eine Reihe relevanter Initiativen, Projekte und Infrastrukturen dargestellt, die die Erhebung, Verwaltung, Verfügbarmachung und Analyse von Biodiversitätsdaten ermöglichen.

 

AG Biodiversitätsdaten der Senatskommission für Biodiversitätsforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Deutsche Vereinigung für biologische Daten - German Federation for Biological Data (GFBio)

Long Term Ecological Research Network - LTER

Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung

BioMat von EuMon

FloraWeb

Fauna Europaea

BioFresh

Global Biodiversity Information Facility - GBIF

Catalogue of Life

Vifabio - Die virtuelle Fachbibliothek Biologie

ETI's World Taxonomist Database

Biodiversity Heritage Library

Biodiversity Heritage Library for Europe

Universitätsmuseen und -sammlungen in Deutschland

Integration ökologischer und taxonomischer Daten über verschiedene Skalen

EU BON-Building the European Biodiversity Observation Network

WISIA (Wissenschaftliches Informationssystem zum Internationalen Artenschutz)

Werkzeuge

Korina - Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Sachsen-Anhalt beim UfU e.V.

 



 

AG Biodiversitätsdaten der Senatskommission für Biodiversitätsforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)

Um ein langfristiges Konzept zur Sicherung von Biodiversitätsdaten im allgemeinen Konsens der Biodiversitäts-Community auszuarbeiten, wurde die „Arbeitsgruppe Biodiversitätsdaten" der Senatskommission für Biodiversitätsforschung der DFG gegründet. Eine ihrer vordringlichen Aufgaben ist es, Datenstrukturen und Verfahren für die dauerhafte Lagerung und Zugänglichkeit der multidisziplinären Biodiversitätsdaten zu identifizieren und eine Bedarfsanalyse zu entwickeln. Im Fokus steht, dass mit der zu entwickelnden Struktur die Kompatibilität und Standardisierung der Daten auch in Bezug auf zukünftige Anforderungen gewährleistet werden kann, um national und international Datenaustausch und –nutzung betreiben und die Daten in geeigneten Datenrepositorien vorhalten zu können.

Deutsche Vereinigung für biologische Daten - German Federation for Biological Data (GFBio)

Die „Deutsche Vereinigung für biologische Daten“ GFBio (German Federation for Biological Data) wird seit Ende 2013 von der DFG mit dem Ziel gefördert, den Wissensaustausch zwischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, naturwissenschaftlicher Sammlungen, aber auch bereits bestehenden Wissenschaftsnetzwerken zu fördern und Daten langfristig zu sichern. Dazu bietet GFBio eine serviceorientierte, nationale Dateninfrastuktur, die auf bereits etablierten Stukturen aufbaut. GFBio richtet sich an Biologen und Umweltwissenschaftler, da gerade das Management von Daten aus der Biodiversitätsforschung eine besondere Herausforderung darstellt. Diese oft sehr heterogene Daten z.B. aus den Bereichen Genetik, Umweltwissenschaften, Ökologie, Geographie können durch projekteigene Dienste – von der Erhebung über die datenintensive Auswertung bis hin zur Publikation – leichter gemanagt und effizienter nachgenutzt werden. Abgerundet wird das Angebot durch Workshops, Trainingsmaterial auf der Homepage und einen Helpdesk.

 

Ökologische Daten

Es gibt eine Reihe von Datenbanken, die Biodiversitätsdaten über unterschiedliche Zeiträume und für unterschiedliche Orte speichern. Anbei sind Beispiele für größere Netzwerke als auch zu Metadatenbanken aufgeführt.

Long Term Ecological Research Network - LTER

Begründet 1980 in den USA, betreibt →LTER global 26 Dauerbeobachtungsflächen. Standardisierte Aufnahmeprotokolle und Datenmanagement soll die Analyse ökologischer Veränderungen ermöglichen. Aktuell sind mehr als 1800 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Studierende an der Aufnahme und Publikation von Daten beteiligt. Darüber hinaus unterstützt LTER die wissenschaftliche Kommunikation und Forschungsplanung. In Deutschland hat sich ein eigenes Netz gebildet, →LTER-Deutschland.

 

Exploratorien zur funktionellen Biodiversitätsforschung

Zu LTER-D gehören auch die von der DFG finanzierten Biodiversitäts-Exploratorien. Hier soll durch stark standardisierte Aufnahmetechniken und ein stringentes Datenmanagement eine hohe und breite Nutzbarkeit der Felddaten für die Forschung erreicht werden.

Die drei Gebiete, die im Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen untersucht werden, sind das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg, der Nationalpark Hainich mit Umgebung in Thüringen und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb in Baden-Württemberg. 

 

BioMat von EuMon

Im Rahmen des europäischen Projektes EuMon (Biodiversity Monitoring in Europe) können Monitoringprogramme für Habitate und Arten auf unterschiedlichen räumlichen Skalen sowohl abgefragt als auch eingegeben werden.

Tragen Sie selbst zur Erfassung von Pflanzen- und Tierarten bei? Dann registrien Sie Ihre Initiative bei EuMon.

 

Taxonomische Daten

Für biosystematische und andere (Evolution, Klimafolgenforschung etc.) Fragestellungen sind Informationen über die Identität einzelner Arten nötig. Dazu gehört zum Beispiel, dass das Vorkommen von Belegexemplaren dokumentiert ist.  

FloraWeb

FloraWeb bietet über Taxonomie und Systematik hinaus Informationen zur Verbreitung, Biologie und Nutzung von über 3500 Pflanzenarten, die in Deutschland vorkommen.

 

Fauna Europaea

Fauna Europaea ist die Hauptreferenz für zoologische Artennamen. Sämtliche bekannte Arten aus Europa sowie ihre Verbreitung sind über eine Datenbank verfügbar.

 

BioFresh

Biofresh bietet ein Webportal für Süßwasser-Biodiversität

 

Global Biodiversity Information Facility - GBIF

Die Global Biodiversity Information Facility (GBIF) hat sich als global führende Informationsinfrastruktur für den Bereich der organismischen Vielfalt etabliert und bewährt.

Deutschland ist eines der Gründungsmitglieder von GBIF und ist seit Jahren einer der größten Biodiversitätsdatenanbieter weltweit.

Techniken und Standards wie sie im Rahmen von GBIF entwickelt wurden, werden inzwischen in einer Reihe von Informationsnetzwerken in der Grundlagen- und angewandten Forschung eingesetzt. Über das GBIF Netzwerk selbst stehen Ende 2010 bereits mehr als 260 Millionen Datensätze zum Vorkommen von Arten auf Grundlage von Sammlungs- und Beobachtungsdaten für Auswertungs- und Analysezwecke zur Verfügung. 55 Staaten und 46 internationale Organisationen sind GBIF bereits beigetreten und bekennen sich damit zur Idee des freien und ungehinderten Zugangs zu Biodiversitätsinformation.

TDWG (Biodiversity Information Standards) als Partner von GBIF unterstützt die Standardisierung von Biodiversitätsdaten und GBIF-Community Site ist das soziale Netzwerk von GBIF.

 

Catalogue of Life

Der Catalogue of Life ist das taxonomische Rückgrat von GBIF oder auch der Encyclopedia of Life. Aufgebaut im Rahmen des EU Projektes Species 2000 und fortgeführt über 4D4Life werden dynamische und jährliche Checklisten aller Organismen (Mikroben, Pilze, Pflanzen, Tiere) erstellt. Die Arten inklusive der Synonyme können über Freitextsuche oder über phylogenetische Stammbäume gesucht werden.

 

Vifabio - Die virtuelle Fachbibliothek Biologie

Vifabio ist ein Angebot der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit weiteren Bibliotheken und biologischen Organisationen. Das Portal bietet Ihnen einen schnellen Zugang zu Katalogen, Datenbanken, Zeitschriften und zu biologischer Fachinformation im Netz.

 

ETI's World Taxonomist Database

Nicht nur Informationen zu Arten, sondern auch zu Taxonomen sind wichtig. Die ETIBioinformatics verfügt über eine Datenbank der Taxonomen weltweit.

 

Biodiversity Heritage Library (BHL)

Die Biodiversity Heritage Library ist ein Zusammenschluss von Naturkundemuseen und Botanik Bibliotheken in den USA, die ihre Sammlungen digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Bereits mehrere zehntausend taxonomische Titel und über 100.000 Sammelbände stehen online zur Verfügung. Mit dem Online Portal der BHL werden auch Original Ausgaben für jeden nutzbar und stehen als PDF Datei zum download bereit.

 

Biodiversity Heritage Library for Europe (BHL-Europe)

Im BHL-Europe Projekt haben 28 Institute wie Naturkundemuseen, Botanische Gärten und Bibliotheken aus ganz Europa Wissen über die Artenvielfalt in verschiedenen Sprachen zusammenzutragen und online zur Verfügung gestellt. Viele der digitalisierten Werke können zudem auch nach wissenschaftlichen Artnamen durchsucht werden. Die BHL-Europe Datenbank ist zudem mit Europas Digitaler Bibliothek Europeana verknüpft und trägt somit zur kulturellen wie wissenschaftlichen Vielfalt dieser Sammlung bei.

Das BHL-Europe Projekt wurde vom Museum für Naturkunde – Leibniz Institut für Evolutions- und Biodiversitätforschung koordiniert und die digitale Bibliothek ist seit Anfang 2013 für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

Universitätsmuseen und -sammlungen in Deutschland

Für Deutschland gibt es eine online-Datenbank zu physischen Standorten vieler auch kleinerer Sammlungen und Museen.

 

Integration ökologischer und taxonomischer Daten über verschiedene Skalen

LifeWatch

LifeWatch ist eine Initiative der EU Mitgliedsstaaten, um die Infrastruktur für Biodiversitätsforschung zu stärken. Biodiversitätsdaten sollen konsistenter erhoben, und langfristiger verwaltet  und gesichert werden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auch auf der Wechselwirkung zwischen belebter und unbelebter Umwelt, also biotischen und abiotischen Parametern.

Mit LifeWatch leistet Europa seinen Beitrag zum Arbeitsprogramm von GEOSS (Global Earth Observing System of Systems), einem Netzwerk globaler Beobachtungssysteme, reichend von Satellitendaten bis hin zum Flächenmonitoring.

LifeWatch kann auf einer Reihe größerer EU-Projekte aufbauen (ALTER-Net, EDIT, MarBEF, MGE, EUR-OCEANS, SYNTHESIS, PESI, BioCASE und ENBI).

Aktuell wird LifeWatch von 19 europäischen Ländern unterstützt (Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Groß-Brittannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Spanien, Turkei, Ungarn).

GEOSS

GEOSS ist ein Programm zur Standardisierung und Vernetzung (globaler) Erdbeobachtungsprogramme.

GEOBON

GeoBON ist ein Teil des GEOSS-Forschungsprogramms speziell für Biodiversitätsdaten.

EU BON-Building the European Biodiversity Observation Network 

EU BON entwickelt Infrastrukturen, um die Standardisierung und Verfügbarkeit von Biodiversitätsdaten zu erhöhen.

 

WISIA

WISIA (Wissenschaftliches Informationssystem zum Internationalen Artenschutz) ist eine Datenbank des Bundesamtes für Naturschutz, in welcher Informationen zum Schutzstatus von Organismen im Rahmen unterschiedlicher Gesetze, Verordnungen und Richtlinien hinterlegt sind.

 

Werkzeuge

Recorder 6D-Software zur Eingabe, Haltung und Austausch zu Vorkommen von Arten und Lebensräumen

Die in Großbritannien, Irland und Luxemburg im Einsatz befindliche, lange bewährte Software Recorder 6D ist im Rahmen eines BfN/BMU-Projektes für die Nutzung in Deutschland angepasst worden. Das Programm soll dazu beitragen, bundesweit Daten zu Vorkommen und Verbreitung von Arten zu mobilisieren und mit standardisierten Methoden zur Verfügung zu stellen. Diese können für Verbreitungsatlanten genutzt werden oder die Grundlage für Monitoringprogramme zur Biodiversität bilden. Durch die kostenlose Bereitstellung einer an die fachlichen Ansprüche optimal angepassten Kartierungssoftware sollen ehrenamtliche Erfassungsprojekte von Flora und Fauna gefördert werden.

BioOffice

BioOffice ist eine in einschlägigen Kreisen hochgeschätzte Software für Biologen zur Erfassung, Auswertung, kartographischen Darstellung und räumlichen Analyse von biologischen Sammlungen und Verbreitungsdaten.

Insensa-GIS

Insensa-GIS ist eine open-source GIS software zur statistische Analyse von räumlichen Daten, zur Indexentwicklung und Sensitivitätsanalyse, deren Funktionalität durch plug-ins erweitert werden kann.

Diversity Workbench

Die Diversity Workbench entwickelt seit mehr als 15 Jahren (seit 2000) eine open-source Software, um sämtliche Typen von georeferenzierten quantitativen und qualitativen Beobachtungs-, Sammlungs- und Messdaten aus den Bereichen Bio- und Geodiversitätsforschung und Ökologie zu verwalten. 

 

Korina - Koordinationsstelle Invasive Neophyten in Sachsen-Anhalt beim UfU e.V.

Korina koordiniert Arbeiten zur Erfassung und Bewertung von Neophyten und betreibt dazu auch einen interaktiven Atlas.